Das Ortovox Merino 185 als kuscheliges Baselayer

 

Unterwäsche ist langweilig, ödweiß und im schlimmsten Fall fein gerippt. Man versteckt sie am besten vor Blicken anderer, um nicht peinlich berührt zu sein, wenn sie mal verschämt unter einer Kleiderschicht hervorlugt.
Outdoorbegeisterte sind da meist zwar nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen, sie testen alles in verschiedensten Outdoor Testberichten, denn schließlich gibt es wichtigere Dinge, als sich etwa einen Kopf um das Design von Unterwäsche zu machen – denn sie soll vor allem ihre Funktion erfüllen, also warm sein und nicht zwicken. Erfüllt sie diese Kriterien, wird sie im sportlichen Bereich gerne auch Baselayer genannt.
Winterzeit ist goldrichtig für Merinowolle
Gerade bei Sportarten, die man jetzt im Winter ausübt, ist es besonders wichtig, dass die Sportunterwäsche, hier mit Blick auf Merino Unterwäsche, angenehm zu tragen ist. Die sonst so warme Sommersonne trocknet im Winter die nassen Shirts sehr viel langsamer als sonst und es befinden sich zudem mindestens zwei Schichten an Kleidung darüber, durch die der Schweiß erst einmal abtransportiert werden muss. Also heißt es in der kalten Jahreszeit aufpassen, dass man nicht nass bleibt.
Dabei ist es wichtig, dass man individuell für sich herausfindet, welche Unterwäsche einem
bei welcher Sportart am meisten zusagt. Ist es ein Sport mit vielen Pausen, so bietet es sich gerade im Winter an, auch schon bei der Unterwäsche
lange Ärmel zu tragen, damit es auf Dauer nicht kalt wird.
Details und Spaß mit dem Ortovox Merino

Für andere Sportarten, bei denen man ständig in Bewegung bleibt wie beim Snowboarden oder Laufen, bieten sich im Zwiebelprinzipauch kurze Baselayer an. Das Ortovox Merino ist mit seinen 185g/m2 vom Material her schön dünn, sodass es wunderbar unter einer winterlichen Ausrüstung getragen werden kann.

Schön an diesem Shirt ist auch die enge Schnittform, da sie sich dadurch sehr gut als Baselayer eignet – mit viel Hautkontakt kann der Schweiß wunderbar abtransportiert werden. Auch die Länge ist angenehm lang, damit die Nieren auch beim Setzen oder Bücken noch warm gehalten werden.
bestes Winteroutfit

Die Armweite ist weit genug geschnitten und durch die Flachnähte tritt auch kein Wehwehchen auf, wenn etwa die Schultern einen Rucksack zu tragen haben. Einzig zu bemängelnder Punkt ist, dass mir beim An- und Ausziehen sprichwörtlich die Haare zu Berge stehen – sie laden sich immer statisch auf, was mir ein Rätsel bleibt – bei anderen Merinoprodukten ist dies nicht der Fall. Aber so stehen mir die Haare im Winter wenigstens nicht nur vor Kälte ab.

Ortovox Merino 185 in Black Raven
– leichte und anschmiegsame Merinowolle
– eng anliegende Passform
– gut verarbeitete Flachnähte
– angenehme Länge für kalte Tage
– Haare laden sich beim Anziehen leider statisch auf
– Gibt es für 64,95 €

3 Kommentare zu “Das Ortovox Merino 185 als kuscheliges Baselayer

  1. Ich kann die guten Erfahrungen mit Merinowolleprodukten nur bestätigen.

    Was Ortovox betrifft, steht die Marke inzwischen für mehr als Lawinensuchausrüstung und Rucksäcke. Schon vor vielen Jahren arbeitete das Unternehmen mit Wolle, da war von den anderen Herstellern, die ich auf dem Markt etabliert haben auch nocht nichts bekannt.
    Testweise habe ich mir von Ortovox das L/S Crew 240 für den Winter bestellt. Als ich hineingeschlüpft bin war das genial. Das Tragegefühl ist echt super gewesen. leider habe ich das gute Stück zurückgesandt, da es mir in Länge und an dem Querschnitt der Oberarme nicht paßte. Zu viele Muskeln bei Frauen sind ein generelles Problem vieler Hersteller.

    Praktische und sehr gute Erfahrungen habe ich mit dem Icebreaker 200g Oasis Crew und der 260 Oasis Crwe Version gemacht.
    Mit folgender Kombination aus 200er als Baselayer, 260er als Midlayer sowie Mammuts Klassiker Ultimate Hoody als 3 Schicht habe ich auf einer Tour kurz vor Weihnachten nicht gefroren.
    Dazu muß ich aber sagen, dass ich allgemein wenig friere und sobald ich in Bewegung bin der Hochofen an geworfen ist. :-)

    Für den Sommer habe ich T-Shirts von Icebreaker in einer 200er Männervariante (Stichwort: breite Schultern und Oberarme) und 2 150er Varianten (eine fürs Rad und eine für den Alltag).

    Die 150er überraschte mich sehr positiv an heißen Sommertagen und beim Sport, denn der Stoff fühlte ich trotz Hitze bzw. körperlicher Aktivität sehr angenehm an. Mir wurde nie zu heiß darin und das Shirt trocknet auch sehr schnell.

    Corinna, Dein Problem mit dem Aufladen habe ich jedoch nicht gehabt. Keine Ahnung ob es an den kurzen Haaren liegt. ;-)

    Leider ist der Preis ein Nachteil bei den Merinowollesachen, aber dafür sind sie meiner Ansicht nach jeden Cent Wert.

  2. Hallo ihr,
    ich schwing jetz mal als Contra zu dieser Ortovox-(Schleich)Bewertung(swerbung) die Moral-Keule in Sachen Merinowolle mit nem Thread aus nem Outdoor-Forum:

    http://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php?28207-Tierqu%E4lerei-f%FCr-Merinowolle

    Ich hab selbst ein Silkbody-Shirt und andere Kleidung mit Merinowollanteilen – werd mir aber in Zukunft lieber keine mehr kaufen! Müffelt zwar schneller, kann aber dafür auch (sehr) heiß gewaschen werden:
    Odlo-Funktionsunterwäsche (schleichi-schleichi…)

    Naja, gibt viele Leute die nichts darauf geben und (zu) viele davon auch meine vegane Ernährung verspotten und in „gut gemeinten Ratschlägen“ als „gesundheitsgefährdend“ abtun…

    aaaber, viele von denen haben dieses leckere und zudem sehr gesunde Rezept noch nie ausprobiert:

    http://schatz-wasgibtszuessen.blog.de/2011/04/05/veganes-bananenbrot-10956561/

    …zugegeben: der Seitenname ist Scheisse-
    als „Ausgleich“ noch ein aber lustiges OT, mit halbminütiger Unterhaltung:

    Machts gut!
    (You Can) Become Queer-Feminist…
    http://de.wikipedia.org/wiki/Queer

    Liebe Grüße,
    H.

  3. Hallo,

    ich habe, genau wie Antje, sehr gute Erfahrungen mit Meriniowolle gemacht. Ich kenne auch die Verfahrensweisen bei Merinioschafen, das so genannte „mulesing“ – das finde ich auch überhaupt nicht in Ordnung! Daher achte ich beim Kauf auf die Marke von Merinowolle – wie diese „ihre“ Schafe behandeln. Icebreaker zB betreibt kein mulesing und man kann mit dem Code in jedem Kleidungsstück zurückverfolgen, von welcher Farm die Wolle kommt. Ich würde daher niemals Merinowollprodukte von günstigen Anbietern kaufen, von denen man gar nicht weiß, woher diese Wolle stammt.
    Aber wenn man das Thema ausweitet, gilt das ja nicht nur für Meriniowolle, sondern auch für „normale“ Baumwolle und die Arbeitsverhältnisse in anderen Ländern etc.

    Ich finde es gut, dass auch an dieser Stelle drauf geachtet wird und die Menschen, die sich für solche Produkte interessieren, aufgeklärt werden. Daher versucht Outdoormädchen implizit immer darauf zu achten.

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